16 Der Schatz im Zürsersee

„Der Schatz im Zürsersee“ hieß eine berühmte Fernsehsendung, die vor etwa 50 Jahren ganze Scharen von erlebnishungrigen Wanderern nach Zürs zog. Es herrschte eine regelrechte Goldgräberstimmung, denn viele der Besucher hielten die Geschichte für wahr und machten sich mit allerlei Werkzeug daran, im See und rund um den See nach dem legendären Schatz zu graben. Die Liftgesellschaften machten sich den Arbeitseifer der Goldgräber zunutze und streuten strategisch günstige Gerüchte, wo als nächstes zu graben sei – und schon war eine breite Trasse rund um den See sehr schnell und kostengünstig angelegt. Die ehemaligen Goldgräber hatten auch eine schwimmende Plattform auf die Wasseroberfläche gesetzt, um einfacher in die Tiefe zu graben. Heute dient der malerische Holzsteg als idealer Rastplatz an einem Ort, der vieles erlebt hat, an dem jetzt aber wieder Ruhe eingekehrt ist. Nur die Liftgesellschaft gräbt und baut noch weiter, weniger auf der Suche nach einem in der Tiefe verborgenen Schatz, als aus Leidenschaft für das Bauen selbst.

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