02 Eine geheimnisvolle Erbschaft

So hat zum Beispiel eine längst verstorbene Bäuerin, die zu Lebzeiten auf der Bürstegg beheimatet war, kurz nach ihrem Tod einen Ausflug in die Zukunft gemacht und den kleinen, unscheinbaren Ort unten im Tal vollkommen verwandelt gesehen. Das Tourismusgeschäft boomte und mit ihm die Aktienmärkte. Um ihren Nachkommen etwas wirklich Wertvolles zu hinterlassen, kaufte sie Aktien und Fonds bei der Bank in Lech, die sie zu ihrem Testament in der Vergangenheit legte. Die Papiere wurden mit dem Datum der Nachlasseröffnung gestempelt. Sie vertraute darauf, dass ihre beiden Töchter klug genug wären, die Papiere einfach aufzubewahren, auch wenn sie diese nicht verstünden. Neunzig Jahre später fand eine Enkelin dieser Frau die Dokumente im Nachlass ihrer Mutter und brachte sie zur Bank, um ihren Wert schätzen zu lassen. Noch heute rätseln die Bankangestellten, wie sie den Wert dieser geheimnisvollen aber durchaus echten Papiere beziffern sollten und vor allem, was geschehen würde, wenn sich die Besitzerin die Papiere auszahlen lassen wollte. Sie würde mit einem Schlag nicht nur die Bank mit dem gesamten Vermögen besitzen, sondern auch den halben Osten. Zum Glück kam bald darauf der berühmte Bankencrash und die Frau erwähnte die Papiere nicht weiter.

>> Zur Karte
>> Alle Tipps anzeigen